BürgerMedienDialog 2018 - LMK-Direktor Dr. Marc Jan Eumann besucht OKTV Südwestpfalz

BMD 2018

Von links: Wofgang Denzer - Bürgermeister VG Rodalben, Dr. Susanne Ganster - Landrätin Landkreis Südwestpfalz, Dr. Marc Jan Eumann - Direktor Landesanstalt für Medien und Kommunikation (LMK), Helga Knerr - 2. Vorsitzende OKTV Südwestpfalz, Bernhard Pyka - Vorsitzender OKTV Südwestpfalz, Peter Münch - Geschäftsführer OKTV Südwestpfalz

 

„Es ist spannend zu sehen, wie sich die OKTV in Rheinland-Pfalz organisatorisch unterscheiden und wie vielfältig ihre Aufgaben sind“, resümierte der Direktor der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz, Dr. Marc Jan Eumann, nach seinem Treffen mit den Verantwortlichen des OKTV Südwestpfalz im Rahmen des BürgerMedienDialogs 2018. Zuvor hatte er bereits die OKTV-Standorte in Speyer, Kaiserslautern, Koblenz, Landau, Ludwigshafen und Trier besucht.

Der Bürgerfernsehsender OKTV Südwestpfalz ist ein besonderer Offener Kanal. Das wurde dem LMK-Direktor am 26. Juli 2018 im Gespräch mit den Verantwortlichen sowie Vertreterinnen und Vertretern der Kommunen in Rodalben direkt klar. Natürlich bietet er wie alle Offenen Kanäle die Möglichkeit, den selbst produzierten Beitrag mit der eigenen Sichtweise im Fernsehen zu zeigen. Als wichtiger Bestandteil der lokalen und regionalen Medienlandschaft mit Zugang für jede Filmemacherin und jeden Filmemacher ist er eine gute Basis zur aktiven Beteiligung am gesellschaftlichen Leben.

Im Gegensatz zu den anderen Bürgerfernsehsender im Land beschäftigte der OKTV Südwestpfalz von Beginn an hauptamtlich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Als 1997 der Ausbildungsberuf Mediengestalterin bzw. Mediengestalter Bild und Ton ins Leben gerufen wurde, gehörte der Trägerverein des Bürgerfernsehsenders zu den ersten Ausbildungsstätten. Seither konnten 47 junge Menschen ausgebildet werden. „Dieses Ausbildungsprojekt ist deutschlandweit für Bürgermedien einzigartig und aufgrund der Dauer und Kontinuität beeinruckend.“ Im Gespräch machten die Verantwortlichen klar, dass dies ohne die finanzielle Unterstützung der Kommunen und der Landeszentrale für Medien und Kommunikation nicht möglich gewesen wäre. Zahlreiche ehemalige Auszubildende arbeiten heute bei etablierten Sendern wie Saarländischer Rundfunk, ZDF, RTL, VOX und SAT.1.

In dem Gespräch wies Eumann auch auf die jüngste Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Rundfunkbeitrag hin. Die Verfassungsrichterinnen und -richter haben in ihrem Urteil auch die besondere Bedeutung der Offenen Kanäle als Teil der Medienvielfalt hervorgehoben. „Das ist eine ganz besondere Bestätigung für die großartige ehrenamtliche Arbeit der OK-TV-Macherinnen und -Macher in Rheinland-Pfalz“, so Eumann.

Der OKTV ist an das MedienkompetenzNetzwerk (MKN) Südwestpfalz angeschlossen. Einmalig in Rheinland-Pfalz ist die Organisation des MKN als Verein. Unter dessen Dach konzentrieren sich die Medienangebote der ganzen Region Südwestpfalz. Neben dem OKTV gehört auch das Medienzentrum mit seinen Angeboten für schulische und außerschulische Bildungseinrichtungen zum Netzwerk. Das MKN Südwestpfalz beherbergt auch einige Mediatheken beispielsweise mit Hörspielen, Büchern und Spielen zur zweisprachigen Erziehung im frühkindlichen Alter in französischer Sprache.

„Unser Vorteil ist die starke Vernetzung der einzelnen Medienaktivitäten hier in der Region“ fasste Bernhard Pyka, Vorsitzender des Trägervereins OKTV Südwestpfalz und Geschäftsführer des MKN Südwestpfalz die Situation vor Ort zusammen. So sei man für die Zukunft und deren Herausforderungen wie die Digitalisierung sehr gut aufgestellt.

Im BürgerMedienDialog werden bis zum September weitere Treffen und Gespräche in Offenen Kanälen an allen Standorten in Rheinland-Pfalz stattfinden. Die nächsten Besuche werden die OK-TV Standorte Idar-Oberstein und Mainz sein.